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Dienstag, 23. Juni 2009, 12:58

Think Big

Liebe Spur-1 Kollegen,

nachdem ich hier einige Beiträge von meiner ersten, aber nicht mehr existenten Spur-1 Anlage eingestellt habe, möchte ich zum Abschluss ein paar allgemeine Grundsätze und Erfahrungen zum Besten geben, bevor ich zukünftig über meine neue Anlage berichten werde.

Der berühmte Schriftsteller und Pilot Antoine de Saint-Exupéry hat einmal bei der Beschreibung eines Flugzeuges gesagt, dass Vollkommenheit offensichtlich nicht dann entsteht, wenn man nichts mehr hinzuzufügen hat, sondern, wenn man nichts mehr wegnehmen kann, weil dadurch die Maschine in ihrer höchsten Vollendung unauffällig wird.

Das beschreibt sehr schön, wie die Ausstrahlung einer Modellbahnanlage meiner Meinung nach sein sollte. Uns Großspurigen kommt dabei zu Gute, dass wir aus Platzgründen sehr schnell „nichts mehr hinzufügen“ können und ergo im „wegnehmen“ echt gut sind. Unauffälligkeit ist dass, was ich mit meiner Anlage anstrebe, damit der Betrachter nicht mit Reizen überflutet wird und stimmungsvolle Eindrücke erleben kann.

Mein kleiner Bahnhof mit drei Gleisen und drei Ladestellen hatte zum Beispiel zuerst an der Ladestraße einen aus Messingprofilen erbauten Bockkran mit Bedienkabine, Aufstiegleiter, Wartungsplattform etc.. Dieser wurde jedoch, da er zu überragend wirkte, wieder abgerissen und durch eine einfache und auf das Nötige reduzierte Überladeeinrichtung ersetzt.[url=http://www.bilderhosting.s1gf.de/bild.php/1785,bild921BK5.jpg][/url]

Auch das Stellwerk, dessen Vorbild ein ehemaliger Schrankenposten in der Nähe von Wolfenbüttel war, wurde möglichst langweilig und eintönig dargestellt.[url=http://www.bilderhosting.s1gf.de/bild.php/1786,50aECB5E.jpg][/url]

Beim Hintergrund habe ich auf bewusst auf Fotorealismus verzichtet und nur ein paar Büsche und Bäume auf blauen Zeichenkarton aufgemalt.[url=http://www.bilderhosting.s1gf.de/bild.php/1787,bild2NOZY9.jpg][/url]

Während sich manch einer ein Klavier oder ein Aquarium ins Wohnzimmer stellt, hatte ich in L-Form an der Wand den Bahnhof Waldhövel mit einer Schenkellänge von 5,20 bzw. 4,05 Metern und einer Schenkelbreite von 70 bis 80 Zenitmetern errichtet. Hier war jederzeit Rangierbetrieb möglich. Sechs Module, die bei Bedarf aufgestellt wurden, ermöglichten einen Kreisverkehr auf einer eingleisigen Strecke. [url=http://www.bilderhosting.s1gf.de/bild.php/1788,gleisplan1301PD.jpg][/url]

Der Bahnhof verfügte über zwei Bahnsteiggleise und ein Gütergleis, an dem auch eine Seitenrampe angebracht war.

An der linken Seite befand sich ein nur reliefartig angedeuteter Güterschuppen mit einer Kopframpe, rechts gab es eine Ladestraße mit zwei Ladegleisen, und hier waren auch Gleiswaage, Lademaß und Bockkran untergebracht.[url=http://www.bilderhosting.s1gf.de/bild.php/1789,bild3F6EGD.jpg][/url] [url=http://www.bilderhosting.s1gf.de/bild.php/1790,bild42F17L.jpg][/url]

Versuch macht kluch

Zugegebener maßen handelte es sich hier um eine Versuchsanlage, um erste Erfahrungen in der Königsspur zu sammeln. Bei der Planung des Bahnhofes stand im Vordergrund, möglichst lange Abstellgleise zu erhalten. So konnten zum Beispiel bei Bedarf auf dem längeren, hinterem Gleis an der Ladestraße insgesamt 3 Pärchen dreiachsiger Umbauwagen abgestellt werden, was immerhin einer Länge von 2,5 Metern entspricht. Leider blieb dabei unberücksichtigt, daß es bei aufgebauten Streckenmodulen schwierig mit dem an- und abkuppeln der mit original Schraubenkupplungen betriebenen Wagen auf den beiden Ladegleisen wurde, da sie schwer zu erreichen waren. X( [url=http://www.bilderhosting.s1gf.de/bild.php/1791,ausfahrendergueterzugAYUZ9.jpg][/url]

Ein Übergangsbogen hinter der letzten Ausfahrweiche wäre ratsam gewesen, da ich zu Beginn jedoch noch Bammel vor flexiblen Gleisen hatte und nur fertige Kurvengleise verbaute, blieb dieses unberücksichtig. Dadurch waren nun bestimmte Lok/Wagenkombinationen beim Fahren mit Schraubenkupplungen nicht möglich.

Auch das Umdenken vom bisherigen H0-Maßstab auf die Spur 1 gelang nicht immer. So waren die Seitenwände der Seitenrampe aufs Original gerechnet nur 10 cm dick, dabei wären hier mindestens 30 cm angebracht gewesen. Dies ist mir aber erst aufgefallen, als die Rampe schon lange fertig war. Fazit: ein Maßstabslineal ist das wichtigste Bastelwerkzeug.

Versuch macht klug, also für den Betrieb mit Schraubenkupplungen bisher gelernt:

1. Gleise, auf den häufig gekuppelt werden muß, an die Anlagenvorderkante verlegen
2. Immer mit Übergangsbögen und Zwischengeraden bauen
3. Gehirnwellenwahlschalter auf BIG stellen.


An der Strecke waren die Möglichkeiten weiträumiger Gestaltung ebenfalls eingeschränkt. An der rechten Ausfahrt folgte ab dem Stellwerk eine schmale Straße der Bahn parallel über zwei Module, um anschließend an einem mit Blinklichtern versehen Bahnübergang die Strecke zu überqueren. Hier wurde auch noch ein Schuppen aus Eternitplatten (gewellter Bastelkarton) aufgestellt. [url=http://www.bilderhosting.s1gf.de/bild.php/1799,bild6QPECB.jpg][/url] [url=http://www.bilderhosting.s1gf.de/bild.php/1792,bild7EK5QS.jpg][/url]

Hinter dem BÜ stand das Einfahrsignal A. Das Highlight der Strecke war das nach einem Vorbild im Ruhrgebiet gestaltete Viadukt über eine Straße, dann folgten die letzten zwei Segmente mit einer schmalen Ackernachbildung neben dem Gleis. [url=http://www.bilderhosting.s1gf.de/bild.php/1793,93aufviaduktU0JJU.jpg][/url] [url=http://www.bilderhosting.s1gf.de/bild.php/1800,bild8H61K9.jpg][/url]


Hollywood läßt grüßen

Bis auf die Fahrzeuge, Figuren und Gleise wurde alles Weitere selber gebaut. Während beim Güterschuppen zwischen das Holzfachwerk noch kleine gegossene Gipsplatten mit eingeritzten Fugen zur Nachbildung des Backsteinmauerwerks eingebaut wurden, griff ich beim Empfangsgebäude und dem Stellwerk auf einfach zu verarbeitende Kunststoffplatten aus dem Baumarkt zurück.

Zwar richtete ich mich bei den Gebäuden nach Vorbildmaßen, aber um ein stimmiges Bild zu erreichen, orientierte ich mich an den Filmemachern in Hollywood. Wenn John Wayne aus der Saloontür auf den Holzbürgersteig tritt und dabei den Eindruck eines großen Helden erweckt, liegt das nicht daran, daß er wirklich groß ist, sondern das die Saloontür und der Bürgersteig kleiner aufgebaut wurde.

So wurden zum Beispiel die Geschoßhöhen im Empfangsgebäude reduziert, sonst wäre es zu gewaltig erschienen.

Als Modellbahnbauer ist man eben auch Künstler, und wenn ein Besucher beim Anblick der Anlage mitteilt, dass es damals genau so ausgesehen hat in den sechziger Jahren, dann ist das dass schönste Kompliment, was man bekommen kann.

Bis auf einige Ausnahmen waren auch die Figuren beweglich, so dass hier gelegentlich Szenen aus dem Leben nachgestellt werden konnten. Die Einwohner, die partout nicht stehen bleiben wollten, wurden mit Fotokleber fixiert. Der Kleber hat den Vorteil, dass er bei Bedarf wieder komplett weggerubbelt werden kann und wurde zum Beispiel auch bei der Fixierung des Wiegehäuschens an der Gleiswaage eingesetzt.

Viele Materialien wurden aus dem HO-Angebot genommen. So ist das Wildgras von Heki zur Begrünung der Flächen verwendet worden, Büsche und Bäume entstanden ebenfalls aus Material für kleinere Spuren. Holzmastlampen wurden aus 5 mm durchmessenden Rundholz hergestellt und mit den Laternen der Doppelgittermastleuchten von Brawa ausgerüstet, so dass bei einem Preis von ca. neun bis zehn Euro für die HO-Lampe zwei Holzmastlampen á ca. fünf Euro entstanden.

Aber es gibt auch viele Dinge aus dem normalen Leben, für die ein Spur Einser Verwendung hat. So haben zum Beispiel die halbrunden Metallgestellschienen eines ausgedienten Regenschirmes wunderbarer Weise genau die Maße für Dachrinnen im Maßstab 1:32.


Technik nach dem Kiss-Prinzip

Nach jahrelangen Bau und Betrieb von relativ großen, computergesteuerten HO-Anlagen mit unzähligen Weichen- und Signalantrieben und einem entsprechendem Wartungsaufwand stand für mich fest, beim Umsteigen auf die Königsspur als Technik keine Technik einzusetzen, sondern alles manuell und möglichst einfach zu bewegen nach dem amerikanischen Kiss-Prinzip: Keep it simple, stupid.

Da man aufgrund der einem im Fahrbetrieb zugeteilten Aufgaben als Lokführer und Rangiermeister mit dem mobilen Regler in der Hand immer am Ort des Geschehens ist, wurden alle Weichen inklusive der Weichenlaternen über Stellstangen, die an der Anlagenvorderkante hervorragten und mit Möbelknöpfen versehen waren, bewegt. [url=http://www.bilderhosting.s1gf.de/bild.php/1796,weichenmimikneuTSRNX.jpg][/url]

In der Regel war nur eine Lok gerade in Betrieb. Sobald ein Zug zusammenrangiert war, wurden am letzten Wagen die Zugschlussscheiben aufgesteckt, und während die Bremsprobe durchgeführt wurde, wanderte man gemütlich zur Zugspitze, um nach stellen der Fahrstraße das Ausfahrlichtsignal per Kippschalter an der Anlagenkante auf Fahrt frei zu schalten.

Kabel waren nur für die Stromversorgung der Gleise, für die Beleuchtung und für die Schaltung der Lichtsignale erforderlich. Gefahren wurde digital und mit Geräusch.

Während im Bereich des Bahnhofs lediglich eine Lage Kork zwischen Gleisen und Holzplatte verlegt wurde, wurden auf den Modulen für den Böschungskörper Dämmplatten, wie sie normaler Weise unter Laminatböden Verwendung finden, benutzt. Bei einer maximalen Belastung bis 6,0 t reicht dieses für die schweren Lokomotiven vollkommen aus.

Auf einer 8 Millimeter starken Holztrasse wurden zunächst zwei Lagen des Dämmmaterials verlegt, oben drauf noch mal eine 2 mm dicke Korkschicht und darauf die Gleise. Anschließend wurde alles eingeschottert und der Schotter mit der bekannten Spülmittel/Wasser/Leim-Mischung verklebt.

Unter der Trasse wurden dann nochmals zwei Lagen Dämmmaterial bis zur eigentlichen Modulplatte verbraucht, so dass es weder durch Kleber noch durch Nägel oder Schrauben eine Verbindung zwischen Gleis und Grundplatte gibt. Dies sorgte für einen leisen Lauf der Loks und Wagen.


Mehr Modellbahn, weniger Kosten

Da ich meine Modellbahnausgaben aus reiner Neugier immer in Excel-Dateien gespeichert habe, konnte ich die Kosten für den auf etwa sieben Quadratmetern errichteten Bahnhof Waldhövel mit meinem letzten in den Jahren 1997 bis 1999 im Maßstab 1:87 auf ungefähr sechs Quadratmetern erbauten, allerdings auch noch mit einer Oberleitung versehenen neungleisigen Bahnhof Bad Michelsen vergleichen. Strecken und Schattenbahnhöfe bleiben unberücksichtigt.

Es ergibt sich dabei für den Spur-1 Bahnhof ein Betrag von etwa 240,00 Euro pro m² und für den H0-Bahnhof von etwa 600,00 Euro.


Spur 1, Bhf. Waldhövel
Größe: ca. 7 m²
Gleise und Weichen 1071,89 Hübner
Signale 97,76
Güterschuppen 25,04
Empfangsgebäude 100,08
Stellwerk 33,80
Schotter 150,50 Asoa
Begrünung 104,08
Sonstiges 10,00
Laternen 38,08
Straßen 10,00
Bahnsteige 10,00
Seitenrampe 13,00
Gesamt 1664,23
Kosten pro m² 237,75

Spur H0, Bhf. Bad Michelsen
Größe: ca. 6 m² (ohne Bw)
Gleise und Weichen 696,33 Roco Line
Weichenantriebe 361,74 Bemo
Oberleitung 481,61 Sommerfeldt
Signale 534,48 inkl. Weichenlaternen
Bauten 570,89 Gebäude, Brücken
Schotter 35,79
Zubehör 391,19
Sonstiges 143,00
Beleuchtungen 400,00
Gesamt 3615,03
Kosten pro m² 602,51


Der Kreisverkehr im Wohnzimmer war natürlich nicht dass eigentliche Ziel meiner Modellbahnaktivitäten. In einem anderen Zimmer war ein zweiter Bahnhof in Bau. Durch den Wechsel einiger Module war ein Betrieb aus dem Wohnzimmer durch den Flur in diesen Raum und damit ein Verkehr zwischen zwei Bahnhöfen möglich

Das mag vielleicht als Anregung dienen, dass auch bei wenig Platz nicht unbedingt nur eine Teppichbahn in Frage kommt. Vielleicht ist es machbar, zum Beispiel an einer Zimmerwand des Schlafzimmers einen kleinen Bahnhof, bei einer Anlagentiefe von 60 - 80 cm mit drei Gleisen versehen, aufzubauen. Ein zweiter Bahnhof mit einer ähnlichen Tiefe im Arbeits- oder Kinderzimmer könnte je nach Zimmer- und Türlage durch eine kurze mobile Verbindung möglicherweise sogar ohne Kurven erreichbar sein. Der Spielgenuss, geteilt mit Kind, Partner, Nachbarn oder Hobbykollegen, ist vorprogrammiert.


Ist die Modellbahnspurweite eine Frage des Platzes oder eine Frage der Modellbahnphilosophie?

Und damit komme ich zum Abschluß dieses Berichts. Meiner Meinung nach ist die Wahl der Spurweite nämlich nicht eine Frage des Platzes, sondern eine Frage der Philosophie. Man braucht keine Turnhalle für eine Spur Eins Anlage, sondern einen Sinneswandel.

Ich habe zu meinen HO-Zeiten am liebsten Bahnhöfe betrieben, bei denen mindestens zwei zweigleisige Hauptstrecken zusammen liefen. Das gleichzeitige Ein- und Ausfahren von mehreren Zügen, vom siebenteiligen VT 11.5 bis zum Ganzgüterzug mit 120 Achsen, anzuschauen, war eine Pracht. Rangieren war dagegen nicht so an der Tagesordnung.

Da der zu Hause verfügbare Platz gleich bleibt, lässt ein Wechsel auf eine größere Spur nur weniger Modellbahn zu, so dass ein genüssliches zusammenrangieren eines Zuges mit anschließender Fahrt zum Zielbahnhof und dortigem Verteilen der Wagen die neue Modellbahnphilosophie sein muss. Inzwischen bin ich zum Betriebsbahner mutiert – auch Dank einiger Spur-Eins Kollegen – und entdecke neue Aspekte in unserem Hobby. Sei es vorbildgerechte Zugbildung, Rangierverordnungen und Ladungssicherung etc.

Und dann bleibt da ja auch noch das supern der großen Modelle, aber dass ist ein Thema, über dass andere mehr schreiben können ... [url=http://www.bilderhosting.s1gf.de/bild.php/1797,bild1JMTCX.jpg][/url]

Und tschüß

[url=http://www.bilderhosting.s1gf.de/bild.php/1798,bild17F15WZ.jpg][/url]

Der Michel

2

Dienstag, 23. Juni 2009, 14:20

RE: Think Big

Hallo Michel und sonstige Einser!

Ein hervorragender Beitrag, nur der Titel müsste eigentlich heissen:

Spur 1 Philosophie für Ein(s)steiger und Umsteiger!

Vor allem das Kostenargument, was oft an dem teueren Rollmaterial festgemacht ist, lässt sich eigentlich erst beim Sammler anwenden und bei großen, umfangreichen Anlagen.

Die gezeigte Anlage macht wieder einmal deutlich, das Spur 1 viel Spielraum und viel krative Entfaltung ermöglicht.

Vielen Dank an Michel für seine hervorragenden Beiträge!

Grüsse

Diesel

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Diesel« (23. Juni 2009, 15:15)


Jörg Heckhausen

unregistriert

3

Dienstag, 23. Juni 2009, 14:44

RE: Think Big

Hallo Michel,

deine bisherigen Berichte hier im Forum habe ich immer mit grossem Genuss und einem Schmunzeln gelesen, NEIN regelrecht verschlungen. Bis dato habe ich mich nicht dazu geäußert........

Heute möchte ich dir mal DANKE sagen für deine Mühe, die du dir immer machst, den Spur1ern immer wieder solch schönen Stoff und Anregungen für die eigene Anlage zu liefern.

Meine Wenigkeit (Umsteiger auf 30mm Feldbahn in 1:22,5) liesst hier immer noch mit und ich muss feststellen, deine Anlagenberichte und Bauanleitungen sind eine echte Bereicherung für das Forum.

Danke nochmal für den heutigen Abschlussbericht über deine "alte" Anlage, ich freue mich schon riesig auf die folgenden Berichte einer "neuen" Anlage.

Anlagenbau im Wohnzimmer oder über mehrere Zimmer verteilt, werden wohl die wenigsten Partner,Ehefrauen mitmachen........dazu muss man wohl eher Single sein. Meine Frau ist schon sehr tolerant, was mein Modellbahnhobby angeht, aber da würde sich wohl Widerspruch aufbauen, wenn ich heimlich und unheimlich die gemeinsame Wohnung mit Modulen vollpflastern würde ?( ?( und dann fröhlich pfeifend durch die Wohnung rascheln würde, um den Herrscher meiner Feldbahn zu spielen =) =)

In diesem Sinne grüsst der Jörg

4

Dienstag, 23. Juni 2009, 14:58

RE: Klasse!

Hallo liebe Spur1er,
das ist mal ein Anlagenbericht mit Hand und Fuß!!! Michel spricht mir dabei aus der Seele, in dem er auf Basis seiner Ausgabendatei mit dem ewigen Vorurteil der Teuren Spur1 aufräumt, klasse.

@ Michel: Ich habe mich neulich wahnsinnig gefreut, daß du mich in Borken besucht hast und wir uns so toll austauschen konnten. Hoffentlich ziehst du recht bald fest in unsere Region und wir bauen gemeinsam in Spur1....?
Gruß aus Borken
Ralph Müller

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Wohnort: Erfurt

Beruf: jetzt Rentner, programmieren nur noch im Hobby

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5

Dienstag, 23. Juni 2009, 16:50

RE: Klasse!

Hallo Michel,
ein sehr schön beschriebener Anlagenaufbau, garniert mit tollen Fotos und philosophischen Erläuterungen.

Ich denke auch, Spur1 muss nicht unbedingt teuer sein, die vielen geldsparenden Bauberichte sind da ein bestes Beispiel.

Meine Anlage ist ähnlich klein mit noch weniger Gleis, die Landschaft erst im Aufbau. Aber so kann man auch mit relativ wenig Platz gut fahren.

Die Idee, die Wände zu durchbrechen , um so auch andere Zimmer zu erreichen, hatte ich auch schon mal, das muß abererst mal politisch gelöst werden :D
MfG. Berthold

geri

Gerald

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Wohnort: Niederrhein

Beruf: Finanz-Magier

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6

Dienstag, 23. Juni 2009, 17:37

Lieben Dank Michel, wieder ein toller Bericht!

Die Tips sind wirklich "ihr Geld wert": Regenschirmspanner als Regenrinnen - einfach klasse.
Auch ich schaue den ganzen Tag nach brauchbaren Materialen: Plastikschnipsel, Joghurtbecher, Pflanzen, alte Technikteile für Ladegut, .... Dieser Tage im Märklinladen sah ich, dass man 50 g Kieselsteine kaufen kann, für 4,49 EUR (!!!). Ich hole die mir draussen vor meiner Haustür für 0,00 EUR.

Und deine Philosophie ist auch meine. Weniger ist mehr, der Lokführer gehört an die Lok und Rangieren in der Königsklasse ist einfach klasse. Immer wieder bei Events staunen die Leute, dass es wie beim Original zugeht: langsam ranfahren, anhalten, andocken, ankuppeln (natürlich Schraubenkupplung), Zeichen geben, abfahren - ein riesen Spass auch für mich!

Bin gespannt auf deine neue Anlage.
Liebe Grüsse,
gerald ehrlich

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Wohnort: Region Leipzig

Beruf: Verkehrsdisponent

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7

Dienstag, 23. Juni 2009, 19:32

Hallo Michel,

toller und anregender Bericht und natürlich sehr schöne Anlage.

Tobias
Steuerung: Uhlenbrock Dais II-Zentrale, Daisy 2, PC-Software Rocrail, Fahrzeugdecoder ESU Loksound

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8

Dienstag, 23. Juni 2009, 21:37

RE: Klasse!

Hallo, Ralph,

morgen, 1900 Uhr, am Güterbahnhof ... ich bin da.

Der Michel

9

Dienstag, 23. Juni 2009, 22:38

RE: Klasse!

Oh nein Michel,
ausgerechnet morgen bin ich frühestens um 21. Uhr dort; meine Mutter liegt im Krankenhaus und ich muss morgen Abend da hin.....
Gruß
Ralph