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1

Donnerstag, 17. Mai 2018, 11:14

Auswaschanschrift

Hallo, ich habe eine Frage an die Beschriftungsspezialisten:

In der Epoche III gab es bei Dampfloks bisweilen ein Anschriftenfeld,
in dem im BW z.B das Datum des letzten Auswaschens des Kessels
angeschrieben werden konnte.
Das rechteckige Feld hatte weiß eingefasste Abteilungen und war
auf der Innenseite des lokführerseitigen Windleitbleches zu finden;
z.B war die Museums-23 105 damit unterwegs.
Wer weiß dazu mehr bezüglich Größe, Inhalt etc. ?
Ich möchte mir dazu Decals anfertigen lassen, habe aber in meinen
Quellen dazu keine näheren Angaben gefunden.

Für hilfreiche Angaben bin ich sehr dankbar.

Mit spureinsfreundlichen Grüßen
Wolfram Ruß

  • »gschmalenbach« ist ein verifizierter Benutzer

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2

Donnerstag, 17. Mai 2018, 20:00

Auswaschanschrift

Hallo Wolfram ,

zu dem von Dir beschriebenen Anschriftenfeld habe ich jetzt leider nichts gefunden , lief mir aber schon mal über den Weg .

Die Gefahr dabei ist das solche Kreideanschriften im Betrieb verwaschen oder verloren gehen .

Band 144 der Eisenbahn-Lehrbücherei sagt dazu folgendes : 1958
je nach Beschaffenheit des Speisewassers ist der Lokomotivkessel in kleineren oder größeren Zeitabständen auszuwaschen , um ihn von Schlamm und Kesselsteinansätzen zu befreien .
Die Fristen liegen im allgemeinen zwischen 10 und 30 Tagen . Die Auswaschtage werden durch den Dienstplan der Lokomotive bestimmt und sind im Dienstausteiler besonders vermerkt .
es folgt der genaue betriebliche Ablauf ...
üblich bis Juni 1952 war das Warmauswaschen mit besonderer Lokomotive ( im Bereich der DB )
ab Juni 152 ist man versuchsweise an mehreren Stellen zum Kaltauswaschen , dem sogenannten Abkühlverfahren übergegangen . Temperatur 30-40° Celsius . Damit wurden gute Erfahrungen gemacht .

Die Auswaschtage sind zwingend im " Triebfahrzeug - Tagebuch " nachzuweisen !

Ich glaube das von Dir angesprochene Anschriftenfeld hat eine andere Bedeutung ?

Grüße
Günter
Günter, Großhettstedt, Ilmtal

  • »baureihe50« ist ein verifizierter Benutzer

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3

Freitag, 18. Mai 2018, 12:51

Hallo,

auf der Seite der Eisenbahnstiftung ist die 44 950 abgebildet, direkt zu Beginn. Dort kann man das Anschriftenfeld deutlich erkennen.

Die losen Kreideanschriften tragen oft ein Datum was kurz vor dem jeweiligen Foto datiert ist. Handelt es sich vielleicht doch um eine andere Tätigkeit, die da Vermerkt ist? Es ist ja auch nicht bei allen Loks zu finden...

Gruß Ralf
Eisenbahn-Modellbau in 1

4

Donnerstag, 24. Mai 2018, 22:07

Hallo Günter,

vielleicht täuscht mich meine Erinnerung. Das von Dir zitierte Buch
besitze ich auch - eine erstklassige Wissensquelle über Dampfloks.

Dann forsche noch weiter.

Vielleicht liest dr wolf die Zeilen mit und hat einen Hinweis.

Mit den besten Grüßen
Wolfram

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5

Donnerstag, 24. Mai 2018, 22:28

Hallo,

das Anschriftenfeld hat mit Auswaschen nichts zu tun.
In dieses Feld wurde das letzte Rohreblasen eingetragen,wieviel Rohre geblasen wurden und wieviel weiter verstopft blieben. Das Anschriftenfeld gabs nur in Ep3a.
Hat sich aber nicht durchgesetzt. Jedes Bw regelte die Info anders. Verbreitet wars innen am Führerhausdach auf der Lokführerseite angeschrieben oder wurde im Übergabebuch vermerkt.
Gruss Hartmut

6

Gestern, 10:04


das Anschriftenfeld hat mit Auswaschen nichts zu tun. In dieses Feld wurde das letzte Rohreblasen eingetragen

Das Anschriftenfeld gabs nur in Ep3a.


hallo Hartmut,

danke für die Erklärung. Interessant. Wieder was gelernt.
Allerdings, das Foto der 44 950 in der Eisenbahnstiftung (siehe Beitrag 3) wurde 1964 aufgenommen;
also war das Feld in Epoche 3b auch noch vorhanden - wenn auch selten.
--viele Grüße, Dieter--

  • »gschmalenbach« ist ein verifizierter Benutzer

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7

Gestern, 13:47

Hallo Wolfram ,

schön das Meister Hartmut das Rätsel lösen konnte .
Schließe mich den Zeilen von Dieter an .

Grüße
Günter
Günter, Großhettstedt, Ilmtal