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Sonntag, 26. August 2018, 15:32

Brennkraft-Lokomotive 218 499-2

Hallo zusammen,

da mich über PN (bzw. Mail) schon mehrere Anfragen bezüglich des Originals der Lok 218 499-2 erreicht haben,

möchte ich hiermit einen Beitrag dazu eröffnen.

Da es die Seite V160.de unter Eisenbahnforen.de nicht mehr gibt (siehe dazu auch hier: https://www.drehscheibe-online.de/foren/read.php?003,8443853,8443853#msg-8443853isenbahnforen.de)

sind leider damit auch die umfangreiche Bildersammlung und die Lebensläufe verloren gegangen.

Allerdings handelt sich's bei 218 499-2 um eine Lokomotive, welche unter der Nummer: MaK 2000130 bei der Maschinenbau Kiel gebaut wurde.

Und glücklicherweise gibt es für alle Loks, welche in Kiel gebaut wurden ein ebensolches Archiv.

Dort finden wir auch "unsere" 218 499 wieder:
Bilder und Lebenslauf
Revisionen


Nun wurde ich z.B. gefragt, wann sie welche Motoren verbaut hatte.
http://www.eisenbahnmedia.de/html/baurei…emaschine21.htm
Der Pielstick [KHD] 16 PA4 V 200 war von Anfang an (22.06.1979) verbaut.
Die diagonale (links vorne/rechts hinten) angeordneten Hutzen hat sie wahrscheinlich wie die meinsten andern 218'er auch so um 1985 bekommen.



Auf dem Bild vom 21.05.2002 (Orientrot) hat sie bereits die parallele Hutzenanordnung des MTU 12 V 956 TB 11-Motors.
Da sie laut der Revisionsdaten die Orientrote Lackierung am 06.04.95 bekommen hat, ist davon auszugehen, dass der TB11 irgendwann in diesem Zeitraum montiert worden ist.


Was bedeutet das jetzt für das Märklin-Modell???


1. es gibt von Märklin keine (in Worten: KEINE) Motorabdeckung, die auch nur annähernd eine der beiden Versionen RICHTIG darstellen kann!
(diese hier ist grottenfalsch: )


(... und wer Hutzen, so wie Märklin bei der Ludwig-Lok!!! in Motorraumlüfter-Öffnungen steckt, ein böser Mensch! ;) ;) ;))
diese muss man also beide komplett selber bauen.
Anordnung der Auspufföffnungen (schwarz) und Motorentlüftungen (beige) wie in der Skizze oben. Die Hutzen kommen dann anschließend bitte in die SCHWARZEN Öffnungen. Vielen Dank.
(es gab bei ebay schon Lokomotiven, die hatten in allen 4 Löchern eine Hutze!!! :wallbash: )

2. wenn man die Lok zwischen 1979 und ca. 1982 darstellen möchte, hat sie keine Hutzen, keinen Scheepflug und keine diagonalen Griffstangen (bzw. Trittstufen in Fahrtrichtun vorne rechts)!
wenn man die Lok zwischen ca. 1982 und ca. 1983 darstellen möchte, dann hat sie den Pflug und nach ca. 1983 auch die Griffstangen und Tritte.

nach 1985 sind dann auch die Hutzen dazu gekommen.

3. wenn man die Lok zur dem von Märklin angegeben Revisionsdatum darstellen möchte (28.08.86) ist die Montage des Schneepfluges drinegnd erfoderlich! ;)

4. Wenn man die Lok nach 1995 darstellen will (Orienrot bzw. Verkehrsrot) braucht sie eine Motorabdeckung die der des MTU 12 V 956 TB 11-Motors UND des Behr V-Kühlers entspreicht
und exakt sooo aussieht:



Diese hat es bis auf den heutigen Tag von Märklin nie gegeben, muss also auch selbst angefertigt werden.

Bei weiteren Fragen bitte gerne melden oder Ergänzungen gerne hier anhängen.
Hoffe, nun sind alle Klarheiten beseitigt. ?( ;( 8| :P ;)

Mit den besten Grüßen vom basti

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »210 001-4« (26. August 2018, 15:49)


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2

Sonntag, 26. August 2018, 16:12

Wenn ich das jetzt richtig verstanden habe wäre der Dachaufbau von der König Ludwig Lok schon ein richtiger Ansatz.

Bei dem beigen Tachteil müsste nur eine Hutze versetzt und die dadurch entstandene Öffnung verschlossen werden. Ist es dann richtig?
Kommt man an das Teil irgendwie ran?
Gruß Dirk
Viel Grüße vom Luftkurort Breckerfeld!

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Sonntag, 26. August 2018, 16:41

Leider nein!
Das ist ein einmaliger Hübner-Probeabguß, den es, wie bereits mehrfach beschrieben, von Märklin nie gegeben hat.
Auf der Ludwig-Lok ist normalerweise der selbe, FALSCHE Deckel wie auf der 218 499 drauf.
Nur mit dem unterschied, dass Märklin eine der Hutzen in eine der Motorraumentlüftungen gesetzt hat, weil das Original eien TB11-Motor mit parallelen Hutzen verbaut hat!!!
Böseböseböse!!!

Und da die Auspufföffnung und die Motorraumlüfteröffnung eben NICHT ganz parallel sind, sieht das immer etwas komisch aus.
Und der Kühlwassermeßbehälter hat auf beiden Loks sowieso nichts zu suchen.

Darum schreibe ich ja: selber bauen.

Das heißt, man muss das Dach von 218 217 oder 218 247 ausschlachten, den Kühler absägen,
dann von 218 499 die Motorabdeckung absägen und beides wieder zusammenkleben.
Dann hat man den beige-farbenen Deckel auf dem Bild der Ludwig-Lok.

Anschließend kann man dann den Umbau, wie von Dir beschrieben, vornehmen.


... oder es schafft irgendjemand, dass Märklin ENDLICH die beiden Spritzgusswerkzeuge, welche die schon seit Jahren in ihrem Besitz haben, zusammen in ihrer Sptitzgußmaschine zu montiert und dann diese Dächer macht.

Wie hat der ehemalige Hübner- und spätere Märklin-Mitarbeiter, welcher mittlerweile im verdieneten Ruhestand ist, zu diesem Thema zu mir so treffend gesagt?

"Wir hatten immer die richtigen Werkzeuge dafür, aber wir haben es nie geschafft die richtigen Teile daraus zu machen..."

In diesem Sinne:
frohes Schaffen! :)

Mit besten Grüßen vom basti

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »210 001-4« (26. August 2018, 16:49)


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