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  • »kluebbe« ist ein verifizierter Benutzer
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1

Montag, 5. November 2018, 02:39

Einstieg in den Modulbau (nach Mannheimer Norm)

Hallo zusammen,

viele scheuen sich aus unterschiedlichen Gründen, Spur1-Module zu bauen.

Sicher sind diese häufig nicht in eine häusliche Anlage zu integrieren sondern bleiben dem Einsatz bei Ausstellungen oder anderen Veranstaltungen vorbehalten.
Andererseits kann der gemeinsame Betrieb einer Modulanlage, sei es auf einer Ausstellung oder in einem angemieteten Raum viel Spaß bringen und man hat die Gelegenheit, auch etwas längere Züge fahren zu lassen.
Ich selbst habe zuhause zwar Platz für eine kleine Spur1-Anlage, habe aber zusätzlich mit Freunden eine Halle angemietet, in der wir dauerhaft eine Modulanlage aufgebaut haben und auf der wir regelmäßig Betrieb machen. Zuweilen gehen wir damit auch auf Ausstellungen (zuletzt in Bad Oldesloe).

Mittlerweile besitze ich schon über 20 Module, unsere Gruppe insgesamt ein Vielfaches hiervon.
Ich möchte mit diesem Beitrag einen Einblick vermitteln der zeigt, dass der Einstieg in den Modulbau es gar nicht so schwer ist.
Deshalb hier ein Bericht von der Herstellung eines einfachen zweigleisigen, 120cm langen Streckenmoduls nach Mannheimer Norm.

Rohbau

Zunächst sei gesagt, dass man keinesfalls Tischler sein muss, um Module zu bauen. Man kann sogar komplette Modulbausätze (nach eigenen Vorgaben) oder zumindest gelaserte Kopfstücke bestellen.
Lieferanten sind neben der IG1 aus Mannheim auch Harald Brosch (williwinsen.de) aus Winsen, der auch Bausätze für längere (und Kurven-)Module herstellt.

In diesem Beitrag stelle ich eine Mischbauweise aus gekauften Kopfstücken und im Holzhandel erworbenen Sperrholzplatten vor.
Ich selbst verwende 10mm Sperrholz, damit die Module nicht zu schwer werden. Das erfordert dann Querverstrebungen, um der Durchbiegung der Module entgegen zu wirken. Die Module werden durch den Schotter schon schwer genug.

Bei den Kopfstücken gibt es die einlagige und die zweilagige Variante. Letztere werden von der IG1 favorisiert und als Kopfstücke angeboten. Ich habe sowohl einlagige wie zweilagige Kopfstücke verbaut und komme auch mit der einlagigen Variante gut zurecht, zumal ich meist auf die optionalen Passstifte verzichte. Letztere sind toll, wenn sich alle exakt an die Vorgaben halten, machen aber große Probleme, wenn ein Modulbauer unsauber arbeitet…

So, genug der Vorrede, hier kommen Bilder vom Rohbau.

Wir benötigen zwei Kopfstücke von 40cm Breite (hier von Harald Brosch), zwei Seitenteile 118cm x 8,5cm, ein Deckelteil 118cm x 38cm und zwei Gleistrassen 118cm x 10cm. Diese schrauben wir mit 35mm-Schrauben, möglichst mit Gewinde nur am unteren Teil, und Holzleim zu einem hoffentlich rechtwinkligen Modulkasten zusammen.
Manche Baumärkte machen nur Breiten von über 10cm, da weicht man dann besser zum Holzhandel aus, der bessere Holzqualitäten (zu meist günstigeren Preisen) hat und auch schmälere Bretter zuschneidet.
Zum Beschweren der Gleistrassen während der Trocknung des Leims kann man Anleihen aus dem Geträngekeller machen.
Zur Versteifung werden noch 38cm lange Querverstrebungen eingebaut.

Wenn dann der Kasten vor uns liegt, haben wir nicht einmal 40€ verbaut. Bei Lieferung eines vollständigen Modulbausatzes durch Harald Brosch liegen die Kosten meist auch noch im zweistelligen Bereich.

Bei der Montage des Modulkastens ist Sorgfalt angebracht, aber die Kopfstücke mit den gelaserten Schwellenwannen sorgen für die richtige Gleislage und die passgenauen Löcher für die Modulverbindungsschrauben.
Bei der Bestellung der Kopfstücke unbedingt das verwendete Gleissystem nennen, denn die Schwellenhöhe weicht bei einigen Lieferanten (z.B. Hegob) von der des Hübner/Märklin-Gleissystems ab.

Nach der Trocknung des Holzleims kann der Modulkasten in der gewünschten Grundfarbe lackiert werden, damit bei Verlusten im Gleisschotter oder Grünbereich nicht das Sperrholz zutage tritt. Wer es richtig gut machen will, lackiert den Modulkasten auch von innen, um Verformungen durch Feuchte vorzubeugen. Ich habe es unterlassen, bin wohl zu faul.

Gleisverlegung

Dann werden dann die Gleise entsprechend abgelängt und provisorisch auf die Gleistrassen geschraubt. Achtung, ein 30cm und ein 90cm Gleisstück von Märklin haben eine Gesamtlänge von deutlich unter 120cm … Am besten kauft man 3 Gleisstücke von 90cm und längt entsprechend ab, wenn man nicht ohnehin 300cm-Profile verwendet.

Die Gleisprofile sollte man grundsätzlich mit einander verlöten. Für die Lötarbeiten sollte eine Lötstation verwendet werden, die mindestens eine Temperatur von 400°C erreicht, damit die Profile unter einander und die Anschlusskabel sicher angeschlossen sind.
An den Gleisenden werden die Profile leicht angeschrägt, damit die Fahrzeuge auch bei geringen Abweichungen in der Gleislage problemlos von Modul zu Modul wechseln können.

Nachdem die Profile die richtige Länge haben, werden auf der Unterseite ausreichend dimensionierte (mindestens 1,5mm²) Litzen angelötet. Es sollten möglichst zwei Einspeisungen pro Schienenprofil vorgesehen werden. Die durchgehenden Leitungen unter den Modulen haben natürlich deutlich größere Querschnitte!

Jetzt können die Kabel provisorisch (z.B. mit steckbaren Lüsterklemmen) mit einer Digitalzentrale verbunden werden und eine Probefahrt durchgeführt werden.

Elektrik

Sind die Probefahrten erfolgreich verlaufen, werden die Module auf den Kopf gelegt und die Verkabelung kann beginnen.

In meinem Beispiel müssen die Module sowohl nach Mannheimer Norm wie auch nach der bei den Spur1-Freunden-Nord verwendeten IG1SH-Norm verbunden werden können. Deshalb ist die hier vorgestellte Elektrik etwas aufwändiger als bei Modulen ausschließlich nach Mannheimer Norm.

Grundsätzlich sind 6 durchgehende Leitungen vorzusehen:
2 Leitungen pro Gleisstrang und 2 Leitungen für die digitale Ansteuerung von Weichen und Signalen. Die Leitungen für die Gleisspannung sollten mindestens einen Querschnitt von 2,5mm² haben, besser aber von 4mm².
Die elektrische Verbindung zwischen den Modulen wird von der IG1 (Mannheim) hier
http://www.ig1.de/index.php?option=com_c…id=18&Itemid=61
beschrieben.

Ich würde aber grundsätzlich von an den Modulen befestigten flexiblen Leitungen abraten sondern bei Modulen nach ausschließlich Mannheimer Norm auf beiden Modulenden sechs 4mm (Telefon-) Buchsen vorsehen.
Die elektrische Verbindung erfolgt dann mit 4mm Messleitungen (erhältlich in verschiedenen Längen und Farben bei Pollin, Reichelt, Conrad, …).
Vom Kauf im Baumarkt möchte ich abraten, da zu teuer und zu geringe Auswahl.

Das vorgestellte Modul wird aber vorwiegend mit Modulen der Spur1-Freunde-Nord verwendet. Deshalb ist hier nur eine Buchsenleiste in Modulmitte für den Anschluss von Mudulen nach Mannheimer Norm vorgesehen. An den Enden befinden sich 10-polige Weidmüller-Steckverbinder für minimale Spannungsverluste, beschaltet nach IG1SH-Norm.

Sind jetzt die Gleisanschlusslitzen mit den durchgehenden Leitungen verbunden (große Lüsterklennen und/oder verlötet) und die Buchsenleisten montiert, kann eine erneute Probefahrt erfolgen, bei der die Gleisspannung in die 4mm-(Telefon-)Buchsen eingespeist wird.

Einschottern und altern der Schienen

Das Modul ist jetzt betriebsbereit, aber die Gleisprofile glänzen noch silbrig auf der Holztrasse.

Ob man jetzt erst die Schienen lackiert (Sprüh- oder Pinsellackierung) oder erst einschottert macht man nach persönlicher Vorliebe.
Ich selbst verwende Vallejo-Farben und Pinsellackierung, aber wer eine Sprühpistole besitzt mag eine Sprühlackierung vorziehen.

Welchen Schotter man verwendet ist bei der Mannheimer Norm nicht vorgeschrieben und vom persönlichen Geschmack abhängig. Die Auswahl ist groß (z.B. Klaus Holl, Gleisschotterschmiede (Tschunkert), …) und es kommen auch Materialien aus dem Baustoffhandel in Frage.
Bei den Methoden des Einschotterns scheiden sich die Geister. Ich selbst bringe erst den Schotter in Form und verteile dann mit einer Pipette ein Wasser-Weißleim-Spüli-Gemisch (Verhältnis: 3:1:ganz wenig) auf den Schotter auf. Wichtig sind die Gleiszwischenräume!

Es lohnt sich, den Weißleim in größeren Gebinden zu kaufen, ich selbst habe mittlerweile schon über 10 Liter verbraucht…

Restarbeiten

Zuletzt wird dann noch der Bereich neben den Gleisen behandelt. Ich habe hier extra langes Heki-Gras (3376, 3377) mit einem Elektrostaten aufgebracht.

Abschließende Bemerkungen

Das hier soll nur eine Anregung sein, es gibt viele andere Möglichkeiten des Modulbaus. Ich möchte aber zeigen, dass keine unüberwindlichen Schwierigkeiten bestehen.
Über die Erstellung höhenverstellbarer Modulbeine berichte ich demnächst.

Viele Grüße
Klaus
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Klaus Lübbe
Berufsschullehrer und Modellbahner in 1zu32 und 1zu160

2

Montag, 5. November 2018, 15:29

Moin Klaus,

sehr schöne Modulbau Erklärung, allerdings bei 40 cm Modulbreite ist daneben kein Platz für eine ansprechende Detaillierung, Gebäude, Fahrzeuge, etc.
Es ist nur eine reine Fahrstrecke, mit links und rechts jeweils einem Streifen "Golfrasen" möglich.
Eine Modulbreite größer 40 cm, zB. 65 cm, oder ein zweites Landschaftmodul daneben, würden schon Möglichkeiten bieten.

Du berichtest vom Bau mit Mannheimer Kopfstücken und diese sind bekanntlich nicht passend zu den IG1SH Köpfen .
Eine Verbindung der beiden Modulnormen untereinander ist wohl nur mit Übergangsmodulen machbar.
Ebenso sind die Gleismittenabstände und -höhen unterschiedlich.
Mannheimer Kopfstück, Gleismittenabstand 156 mm und IG1SH Kopfstück 140 mm.
Wobei die Mannheimer Norm sicher die am weitesten verbreitete Modulnorm darstellt.

Auch zu überlegen wäre, neben den 2 Leitungen pro Gleisstrang und 2 Leitungen für die digitale Ansteuerung von Weichen und Signalen, noch 2 weitere Leitungen für Lampen, Gebäudebeleuchtung, etc. vorzusehen.
Insgesamt also 8 Leitungen, die Stecker und Kupplungen bieten diese Möglichkeit, sind ja 10 polig.

Ein Modulbau mittels Aluprofilen ist eine weitere Variante, es wird dann "nur" der passende Kopf davor gesetzt und die Seitenteile aus dünnem Balsaholz.
Siehe Ausgleichsstück (60 cm Länge, Breite 65 cm) für ein Brückenmodul (Länge 180 cm), um wieder auf das Rastermaß von 120 cm Länge zu kommen.

Dieses nur als Ergänzung zu deinem ausführlichen Bericht gedacht, weiterhin frohes werkeln,
Gruß vom Eisenbahner
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3

Montag, 5. November 2018, 23:38

Hallo Eisenbahner,

eine Norm ist eine Norm damit alles gleich zueinander passt. Daß man auch alles anders machen kann ist keine Frage nur eben dann nicht mehr so einfach miteinander und darum gehts doch beim Modulnormgedanken?
Die Gleisabstände 156 u. 140mm sind bei Modultreffen häufig anzutreffen, dank Übergangsstücken kein Problem. Zur "Breitengewinnung" hattest ja schon selber was geschrieben, es geht bei Modultreffen aber vor allem um Fahrstrecken, Landschaft kann man ja daheim bauen. Auch schränken Überbreite Module die Gleisplanung ein. Extra Stromversorgung für Beleuchtung kann, besser muß jeder auf seinen Modulen selber machen, bei 200 Modulen geht eine Zentrale Lichtversorgung nicht mehr. Das gilt auch über wiegend für die Weichen- und Signalstellung, diese Leitungen werden nur bei bestimmten Modulgruppen/Bahnhöfen zusammengehängt und örtlich versorgt.


Meine - provisorischen - Module sind auf Aluprofilen aufgebaut, die Materialwahl bleibt jedem selber überlassen, es müssen ja nur die Kopfstücke passen.

Gruß
Michael

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Beruf: Schaumstoffexperte für die Automobilindustrie.

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4

Dienstag, 6. November 2018, 16:16

Modulbau

Hallo Klaus,



das hast du ganz klar beschrieben und dukumentiert.

Leider fehlt einen schönen Randstreifen (wo evt. Signale Platz finden) als Abschluss vom Schotterbett und wächst das Gras bis in den Schotter hinein.

Bei solch schmalen 2-gleisigen Modulen könnte man fast auf Begrünung verzichten.



Lieben Gruss,

Alain

5

Dienstag, 6. November 2018, 18:29

Es gibt nichts Gutes, ausser man tut es

Klaus, vielen Dank für deinen motivierenden Beitrag, der zeigt, wie einfach es ist, Module zu bauen und wie schnell es Spass macht!
Es ist dann etwas eigenartig, über Modulbeiten, Gleisabstände oder Begrünung zu diskutieren. Dafür war der Beitrag nicht gedacht und geht weit am Thema vorbei.
Viel Spass beim Planen und Bauen.

  • »troostmi« ist ein verifizierter Benutzer

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6

Dienstag, 6. November 2018, 22:08

Seitliche Dreieckleisten

Hallo Klaus,
Ich empfehle seitlich der Holztrasse noch Dreieckleisten zu befestigen (z.B. von Graupner aus Balsaholz). Das spart Schotter und damit gleichzeitig Gewicht. Beim Schottern stellst Du dann das Modul leicht schräg, sodass der Schotter nicht abrutscht.
Beste Grüße
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Michael Troost

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7

Dienstag, 6. November 2018, 22:47

Hallo Michael,
das ist ein guter Tipp, denn das Gewicht des Schotters trägt maßgeblich zum Gewicht des Moduls bei.
Danke und Gruß
Klaus
Klaus Lübbe
Berufsschullehrer und Modellbahner in 1zu32 und 1zu160

8

Dienstag, 6. November 2018, 22:49

Hallo Randstreifenmäkler,

die Modulbreite ist so berechnet daß Signale noch ausreichend Platz haben und wie gesagt, jeder darf nach seiner Norm glücklich werden, nur wer mit anderen zusammen eine Anlage bauen will muß eben diese Normen aktzeptieren.
Und auch schon gesagt ist daß man Landschaft oder wasweißichwas auf "Beistellmodulen" jederzeit verwirklichen kann, Hauptsache die Gleismodule lassen sich zur Anlageplanung nutzen.

Gruß
Michael

9

Mittwoch, 7. November 2018, 07:14

Toll

Hallo,

auch von mir ein herzliches Dankeschön. Eine sehr gute Erklärung, wenn man in den den Modulbau einsteigen will. Gestalten sollte jeder wie er gerne möchte.
Je nach Epoche mit Schotterweg neben den Gleisen oder ohne. Das Gras bringe ich immer in tropfenform mit unterschiedlichen Längen und Farbtönen auf. Zum Gleis immer heller um verdorrtes Gras darzustellen. Zum Aufbringen des Leimwassergemisches nehme ich eine Laborflasche mit dem 180° Röhrchen. So lassen sich größere Flächen beträuffeln.

Persönlich finde ich eine Ausgestaltung der Fläche neben dem Gleis wichtig. Auch auf wenig Platz kann man tolle Szenen darstellen.

Aber wie gesagt, vielen Dank. Toll erklärt.
Viele Grüsse
Bibe
(Spur 1 Nebenbahner)

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10

Mittwoch, 7. November 2018, 13:52

Mannheimer Modulbau

Michael Staiger,



entschuldige bitte meine Unwissenheit!

Ich wusste nicht dass die Gleiskörpergestaltung genau so streng genormt ist wie die Kopfteile.

So lernt man immer was dazu, oder?



Schönen Tag noch!

Alain.

11

Mittwoch, 7. November 2018, 18:00

Hallo Alain,

Strecken-Module muß ungefähr so sehen wie Steckgleise, wenn man da welche mit Böschungskörper/Schotterbett werwendet ist man bei der Gleisplanung auch nicht mehr ganz so frei.
Und so ist es bei den Modulen halt auch.

Hab dir mal ein paar Beispielbilder eingestellt auf denen man erkennen kann daß die Abmessungen der Streckenmodule eingehalten werden müssen.

Die parallele Streckenführung lässt keinen Platz in der Breite, es muß auch regelmäßig die Fluchtwegbreite beachtet werden.


Die "Sondermodule im Hintergrund erfordern die genaue Einhaltung der Normmaße damits dann jederzeit passt.


Bei diesen Anschlußmodulen zum Bahnhof muss auch die Weichenverdrahtung normgerecht sein, damit der örtl. Fahrdienstleiter die Gleiswechsel stellen kann.

Du verstehst sicher daß diese Normen keine Schikane sondern Notwendigkeit sind um eine Anlage mit oft über 1000 m Gleis auch in angemessener Zeit planen und (für ein Wochenende) aufbauen kann.

Gruß
Michael

12

Mittwoch, 7. November 2018, 22:54

Hallo,

ohne auf den Bau von Modulen ein zu gehen eine Randbemerkung.
Bei der Planung von Modultreffen sind zweigleisige Strecken Module
oft ein Engpass.
Sollten die Berichte jemand inspiriert haben in den Modulbau einzusteigen
sollten gerade diese geplant werden.

Viele Grüße
Peter Hornschu
Peter

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13

Donnerstag, 8. November 2018, 17:43

Modulbreiten

Hallo Zusammen,

als derjenige, der bei vielen Modultreffen die Gleispläne mittels CAD erstellt hat, somit mit den Details der Planung bestens vertraut, möchte ich zu den vorstehenden Ausführungen etwas hinzufügen:

Wer gerne eine größere Gestaltungsbreite haben möchte als 42cm bei zweigleisiger Strecke, kann das trotzdem machen. Günstig wäre dann aber, die Erweiterung möglichst nur einseitig vorzunehmen, also das Mannheimer Kopfstück außermittig zu platzieren. Damit besteht die Möglichkeit, zumindest an einer Seite auch direkt eine Parallelstrecke einzuplanen. Die Gestaltung ist dann eben nur auf einer Seite neben dem Gleis auf größerer Grundfläche möglich, aber immer noch mehr, als bei 42cm Breite. Im Prinzip können wir aber auch zweiseitig breitere Module einplanen, denn für Parallelstrecken stehen dann die schon vorhandenen 42cm breiten zur Verfügung.

Ich schreibe das nur deshalb, damit sich niemand abgehalten fühlt, Module für Treffen zu bauen, der die zu geringe Breite absolut störend empfindet. Lieber ein breiteres Modul als gar keins :D

Peter hat ja schon geschrieben, dass wir noch zweigleisige Streckenmodule gebrauchen können. Für die absolute Flexibilität in der Gleisplanung sind mir natürlich schmale Module am liebsten, aber es ist eben auch möglich, eine begrenzte Anzahl breiterer Module einzuplanen...
Beste Grüße Holger Danz
IG Spur 1 Mitteldeutschland

Zu meinem Avatar: Mein "Tigerkind" beim Kinderfest - im Hintergrund ihr Papi :-)

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14

Donnerstag, 8. November 2018, 20:50

Hallo miteinander,ich werde auch Module bauen. Aber die Mannheimer Norm hat ein paar kleine Nachteile. 1. Zu schmal ( ich habe in Heilbronn gesehen wie ein ganzer Zug nach Entgleisung abgestiegen ist. 2015) 2. Kein Wassergraben neben der Strecke. 3. Bei breiten Modulen kann man die Strecke zur Seite Schwenken interesanterer Streckenverlauf. 4. Durch die Gestaltungsmöglichkeiten der breiten Module sehen diese wesentlich besser aus.
Ich finde den Betrag von Herrn Lübbe sehr gut und beinhaltet viele Infos ( Module und Und Module auf die Beine stellen) :thumbup:

MFG. Sven Hofmann
Ich bin der Nikolaus

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15

Donnerstag, 8. November 2018, 22:32

Modulpakete und Anbaumodule

Hallo zusammen,
hier noch ein kleiner Nachtrag von mir.

Wer sich entschließt, Module zu bauen, sollte am besten immer Modulpaare bauen, denn diese lassen sich optimal transportieren und verstauen.
Der Bau von zwei gleichartigen Modulen dauert auch nicht viel länger als der von einem Modul.

Im Anhang zwei Bilder von Modulpaketen mit 120cm Standardmodulen.
2 Module haben ein Volumen von 120cm x 40cm x 30cm,
4 Module ein Volumen von 120cm x 40cm x 60cm

Darüber hinaus noch zwei Beispiele von Anbaumodulen. Einmal für einen Gleisbogen und dann noch provisorisch aufgestellte Jowi Hintergrundhäuser auf einem geraden Anbaumodul.
Zudem zeige ich das kompakte Paket mit den Anbaumodulen für den Gleisbogen.

Es lässt sich also alles sehr kompakt verstauen und transportieren

Viele Grüße
Klaus
»kluebbe« hat folgende Bilder angehängt:
  • ein_Modulpaket.jpg
  • Zwei_Modulpakete.jpg
  • prov_Anbaumodul_JoWi.jpg
  • Anbaumodul_Bogen.jpg
  • Paket_Anbaumodule.jpg
Klaus Lübbe
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16

Samstag, 17. November 2018, 14:17

2 Dumme - 1 Gedanke

Hallo zusammen,

auch ich hatte bereits seit einiger Zeit vor, einen Baubericht für Modulinteressierte zu verfassen. Allerdings aufgrund von Zeitmangel und anderer Projekte kam ich noch nicht dazu, sodass Klaus mit seinem Bericht schneller war.

Da ich ich seinen Bericht sehr gut finde, werde ich meine Dokumentation auf den Holzbau beschränken. Wir halten uns dabei strenger an die Mannheimer, sodass es beim Holzbau zu kleinen Unterschieden im Aufbau kommt.
Wie jeder letztendlich sein Modul baut, bleibt natürlich jedem selbst überlassen, Hauptsache die Übergänge stimmen und die Module lassen sich mit anderen Modulen der Mannheimer Norm kombinieren.
Der Hauptunterschied zwischen den beiden Modulbauarten liegt in der Breite der Module. Da Klaus das Kopfstück VOR die Seitenwangen setzt, kommt er auf eine Modulbreite von 40 cm. Wir setzen das Kopfstück ZWISCHEN die Seitenwangen, sodass eine Modulbreite von ca. 42,5 cm entsteht.

Da ich meine Bilder noch bearbeiten muss, wird der Bericht noch 1-2 Tage dauern. Auch zum Thema Beine werde ich noch eine Ergänzung einstellen.

Gruß
Otmar
IG Spur 1 Mittelrhein

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17

Sonntag, 18. November 2018, 13:43

Bauanleitung als pdf-Datei

Hallo zusammen,

ich habe meine Bauanleitung in einer Pdf-Datei zusammengefasst, damit man sie sich ggf. auch ausdrucken könnte.

Ich habe mich bewusst für ein gerades 60er Modul entschieden, da es für einen Anfänger vielleicht einfacher ist, dieses Modul nach zu bauen.
Ich werde hier die Bilder aus der Anleitung nochmal einstellen, aber Text und Bilder findet ihr in der Pdf-Datei.

Gruß
Otmar
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  • Modulbau_01.jpg
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  • Modulbau_17.jpg
  • Modulbau_19.jpg
  • Modulbau_20.jpg
  • Modulbau_21.jpg
  • Modulbau_23.jpg
  • Modulbau_24.jpg
  • Modulbau_25.jpg
  • Modulbau_26.jpg
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IG Spur 1 Mittelrhein

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18

Sonntag, 18. November 2018, 13:47

2. Teil Bilder

Fortsetzung
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  • Modulbau_29.jpg
  • Modulbau_31.jpg
  • Modulbau_32.jpg
  • Modulbau_33.jpg
  • Modulbau_44.jpg
  • Modulbau_45.jpg
  • Modulbau_46.jpg
  • Modulbau_40.jpg
  • Modulbau_42.jpg
  • Modulbau_43.jpg
  • Modulbau_47.jpg
IG Spur 1 Mittelrhein

19

Sonntag, 18. November 2018, 14:30

Besser kann man es nicht beschreiben! :thumbsup: :thumbsup: :thumbsup:
Gruß Uwe,
der Epoche 3 Nebenbahner

Mein neuer Bf: https://spur1bahner.wixsite.com/bf-oxstedt

20

Sonntag, 18. November 2018, 15:27

Module - Elektrik - Norm bzw. einheitlich !!!

Hallo zusammen, ich werde/will auch in den Modulbau einsteigen. Habe hier diesen Thread bisher sehr interessiert verfolgt und habe jetzt einige Fragen.
z.b. schreibt Klaus - Ringleitung Kabelquerschnitt 2.5mm² - die Stecker und Buchsen ( Qualität :thumbsup: ) die Ottmar empfiehlt sind nur für Querschnitt 1.5mm² - oder verbessert mich aber
so hatte ich es gelesen.
Mir geht es nur um folgendes, ich möchte nur das es später keine Probleme gibt.
Viele Grüße Jens
P.S. Auf dem nächsten großem Modultreffen werd ich noch Aussenstehender :rolleyes: sein, aber danach auch aktiver.