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Donnerstag, 20. Dezember 2018, 08:53

Selbstbau einer Transportkiste

Was macht man, wenn man bei einem (oder mehreren) Projekt(en) nicht weiter kommt?
Genau, man sucht sich ein neues!

Da sich noch niemand (nicht einmal gegen Bezahlung) bereit erklärt hat, mir die fehlenden Kleinteile für meine Weichen und Wagen in 3D zu konstruieren und ich bei meinem ersten Versuch mit dem eigentlich simplen Programm 123D-Design letztens kläglich gescheitert bin, habe ich die 3D-Konstruktion erst einmal wieder hinten angestellt. Ist irgendwie nicht meine Welt!
Es gibt ja, für mich als Anfänger, genug andere Projekte bei denen ich mich noch austoben kann.

Ein solches Projekt ist zum Beispiel die optimale Lagerung und der sichere und bequeme Transport von Fahrzeugen.

Die Verpackungen der Hersteller sind natürlich durchgängig perfekt auf diese Aufgabe abgestimmt, da sie genau hierfür konstruiert und zugeschnitten wurden. Keine Frage!
...nur wenn man die Fahrzeuge immer wieder mal aus der Verpackung nehmen möchte und sie genauso wieder einpacken muss (z.B. bei Modultreffen, Ausstellungen, Stammtischen, etc.), kann das auf Dauer nervig sein.
Abhilfe schaffen hier spezielle Transportkisten, die es von diversen Anbietern in den unterschiedlichsten Ausführungen für beinahe jeden Anspruch gibt. Beinahe jeden!
...nur eben nicht für meinen.

Ich hätte gerne eine Lager- und Transportkiste,
- die eben auch aussieht wie eine Transportkiste (oder zumindest so ähnlich),
- die stapelbar ist, auch bei unterschiedlichen Längen,
- die für Schmal- und Regelspur geeignet ist bzw. hier gleiche Abmessungen aufweist,
- die sich an den Euro-Maßen orientiert, so dass sie mit Euroboxen zusammen gelagert und transportiert werden kann,
- die beschriftet ist, wie eine Transportkiste und auch den Inhalt ersichtlich macht,
- die, neben dem eigentlichen Fahrzeug, auch weitere zum Fahrzeug gehörige Dinge aufnehmen kann, so dass alles Nötige immer beisammen ist.
- die befahrbar ist,
- die auch auf landschaftlich ausgestalteten Anlagenteilen aufgesetzt werden kann,
- und die ohne lose Teile, wie zum Beispiel Polsterungen und Ansatzteile, auskommt.

Beim Durchforsten der unendlichen Weiten des Internets habe ich zwar die eine oder andere Kiste gefunden, die einem oder mehreren meiner Ansprüche gerecht wird, aber leider keine die alle oder zumindest fast alle Wünsche erfüllt.
...also ist schon wieder Selbstbau angesagt!

Eine Bastelei für die Zeit zwischen den Jahren.


Gruß
Joachim

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »JoachimW« (20. Dezember 2018, 15:04) aus folgendem Grund: Text etwas ergänzt.


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Freitag, 21. Dezember 2018, 08:32

Ich habe lange gegrübelt und die verschiedensten Lösungen angeschaut, aber leider keine wirkliche Lösung für alle meine Forderungen gefunden. ...nur einen Kompromiss!

Egal, welche Art des Öffnens man zugrunde legt, ob Klappen, Stülpen, Abnehmen, Einschieben oder sonstwie, irgendwas ist immer.
Da die Fahrzeuge keine einfachen rechteckigen Klötze sind, sondern teilweise die wildesten Formen (aus Sicht der Verpackung) aufweisen und zig Anbauteile hervorstehen, ist das Aufklappen noch die beste Methode, um ein Fahrzeug aus der Kiste zu bekommen, weil hier prinzipiell keine losen Teile anfallen.

Aaaber...
...das Klappen wiederum beißt sich mit dem Aufsetzen der Kiste auf eine ausgestaltete Anlage.
...und wie bekomme ich ein Fahrzeug ohne anfassen auf die Schienen?

Ok, ein neuer Ansatz muss her!

Was wäre, wenn man in die eigentliche Transportkiste eine weitere Kiste einfügt, die die fehlenden Eigenschaften kompensieren kann?
Gute Idee, aber irgendwie doppelt gemoppelt!

Tja, wie oben schon geschrieben, ist mir keine sinnvolle Lösung eingefallen, um das Problem irgendwie zu lösen. Also beiße ich in den sauren Apfel und setze tatsächlich auf eine zweiteilige Lösung, die alle Anforderungen, bis auf die ohne lose Teile auszukommen, erfüllen kann.

Die Transportkiste besteht am Ende aus vier bis sechs einzelnen Teilen.
- Der Kiste selbst,
- einem herausnehmbaren Einsatz, der auf die Gleise gesetzt werden kann und befahrbar ist
- und zwei abnehmbare Verschlüssen, die das Fahrzeug vor dem Herausrollen aus dem Einsatz sichern.
- Bei Loks kommen noch zwei herausnehmbare Fächer für Regler, Destillat, Dosierer etc. hinzu.

Polster, Abstandhalter usw. sind fest mit der Kiste verbunden.
Das und die individuelle Beschriftung, macht die Kiste einmalig, weil eben nur ein bestimmtes Fahrzeug in die Kiste passt.

Ok, genug des Vorgeplänkels. Los geht's!

Zunächst einmal habe ich alle nötigen Holzteile zuschneiden bzw. fräsen lassen.




Cool wäre es natürlich die Kiste selbst aus einzelnen Holzleisten zusammenzusetzen, aber das war mir dann doch etwas zu aufwendig. So habe ich die Fugen einfach in die Bretter einfräsen lassen.


Gruß
Joachim

Beiträge: 1 124

Wohnort: Region Hannover

Beruf: schon lange nicht mehr, früher Dipl. Ing. Maschinenbau

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3

Freitag, 21. Dezember 2018, 13:34

Hallo Joachim,

Du bist so ein begnadeter sä.Güterwagen-Bauer, dass der Bau einer Kiste meiner Ansicht nach reine Verschwendung der Fähigkeiten ist.
Wenn Du stattdessen noch ein paar Wagen baust, kannst Du Dir vom Erlös jede Kiste der Welt kaufen. Na ja, aus Gold vielleicht nicht.

Frag doch mal Dirk Neumann nach den 3D-Drucken.

Gruß, Udo

... und alles Gute
Meine Epochen sind die 4 und die 3, bei schönen Modellen greif' ich auch mal vorbei.
Meine Themen: Hochofenverkehr und Schmalspurbahn.

4

Samstag, 22. Dezember 2018, 07:46

Hallo Udo,

Ich wäre ein dankbarer Käufer von Produkten, die meinen Wünschen entsprechen würden, aber diese gibt der Markt leider nicht her!
Meine Wünsche sind zu speziell und ich allein bin nicht Marktrelevant.

So auch bei den Lager- und Transportkisten.

Wenn ich mit meinen Modulen auf Reisen gehe, sollte das Einlagern, Transportieren, Auf- und Abbauen optimiert sein, um mehr Zeit zum Spielen zu haben.
Daher ist auch der Bau von Transportkisten eine Notwendigkeit.

Hast Du vielleicht Kontaktdaten von Dirk Neumann?


Gruß
Joachim

Beiträge: 542

Wohnort: Idstein Nassauische Residenzstadt

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5

Samstag, 22. Dezember 2018, 11:04

Kiste

Hallo Joachim ,

was würde so ein Bausatz etwa Kosten ? Das sieht so aus , wie ich den etwa geplant habe , aber noch nicht verwirklicht habe .

Adresse von Dirk Neumann : https://nemotech.de/

Gruß Thomas

P.S was macht der Bausatz Ik Dampflok ?
Fahre in Regelspur , 1e , 1f und betriebe RC Fahrzeugmodelle in 1:32

6

Samstag, 22. Dezember 2018, 18:38

Hallo Thomas,

kann man schon erkennen, wie die Kiste später aussehen soll?

Ein „Bausatz“ liegt preislich in etwa so hoch, wie ein „Fertigmodell“ von Fürst, ist also marktwirtschaftlich vollkommen uninteressant.
Ich hatte auch nicht vor „Bausätze“ anzubieten
Mir geht es rein um die Funktionalität und Optik und wollte hier den Eigenbau vorstellen um zu zeigen, dass man so ´ne olle Kiste nach seinen Vorstellungen notfalls auch selbst zusammenzimmern kann, wenn es schon nichts zu kaufen gibt!

Vielen Dank für den Link. Da werde ich mal nachhaken.

Die I K habe ich noch im Kopf, komme aber derzeit nicht dazu das Projekt weiter zu verfolgen. Meine Zeit verrinnt irgendwie schneller als bei anderen!
(Die I K wird kommen! Wenn nicht morgen, dann übermorgen ;) )


Gruß
Joachim

7

Sonntag, 23. Dezember 2018, 12:05

Zunächst habe ich mit etwas Schmirgelpapier die Holzteile versäubert und die Kanten geglättet.




Danach habe ich mit dem Bau der Verschlüsse angefangen.
Dazu werden die beiden hierfür benötigten Holzteile zusammengeklebt...




...und zwei M4 Augenschrauben mit jeweils 2 Sicherungsmuttern in die vorgesehenen Löcher gestreckt und verschraubt.




Die Augenschrauben fixieren die Verschlüsse später im Einsatz. Durch die Löcher kann bei Bedarf ein Sicherungssplint gesteckt werden, so dass die Verschlüsse nicht herausfallen können.
(Beim Testen saß der Verschluss auch ohne Sicherungssplinte sicher und fest, aber im Laufe der Zeit kann - oder wird - das Ganze sicherlich ausleiern und so ist dem von vornherein vorgebeugt.)


Gruß
Joachim

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8

Sonntag, 23. Dezember 2018, 13:33

Hallo Joachim,

das Ganze sieht sehr vielversprechend aus, bin schon auf die fertige Transportkiste gespannt...
Viele Grüße

Alexander Lösch



"Deistelbacher Industriebahn" 1:32 demnächst beim 012 Treff 2019 in Maarn

"Holschendorfer Kreisbahn" 1:32e

"Kosmos Dosen" 1:32 Kleinanlage (mittlerweile in neuen Händen)


FREMO:32 - FREMO:32e

Suche Hübner 1e Güterwagendrehgestelle...

9

Sonntag, 30. Dezember 2018, 16:36

von wegen ruhige und besinnliche Weihnachtszeit!
Irgendwas ist immer!

Naja, also mit kurz mal zwischen den Jahre 'ne olle Kiste zusammenbauen hat nicht geklappt...
Egal, Hauptsache es geht überhaupt weiter!

Zum Ende des Jahres habe ich zumindest noch geschafft die Kopfteile zusammenzukleben.



2019 mehr.


Gruß
Joachim

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »JoachimW« (11. Januar 2019, 07:19)


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Montag, 7. Januar 2019, 11:00

Derzeit geht es leider nur schleppend voran.

Ich habe aber zumindest begonnen die Träger für den Einsatz zusammenzubauen.

Zunächst einmal die beiden Teile für die eine Seite herausgesucht...




...und zusammengeklebt.




Danach habe ich das Hauptteil der anderen Seite und die Teile für den hier integrierten Fahrzeugkartenhalter beiseite gelegt...




...und begonnen den Fahrzeugkartenhalter zusammenzukleben.





Gruß
Joachim

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Freitag, 11. Januar 2019, 08:08

Ich habe mal wieder ein wenig Zeit gefunden und die Teile des Deckels zusammengeklebt.

Zunächst wurden die Teile der Griffmulde aus dem langsam kleiner werdenden Stapel der Bauteile herausgesucht und verleimt.
Die Griffmulde dient letztlich dem Schutz des Fahrzeugs. So kann kein Dreck in die Kiste gelangen und auch die Finger oder sonstige Gegenstände kommen nicht mit dem Fahrzeug in Berührung.




Danach wurden die Muldenteile mit den Deckelteilen verleimt.




und zum Schluss (für heute) noch die Binder auf die Deckelteile aufgeleimt.




So langsam nimmt die Kiste nun Formen an.


Gruß
Joachim

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Sonntag, 13. Januar 2019, 17:10

Heute wurde gebügelt!

Nein, nicht die Hemden, sondern die Seitenteile der Transportkiste.

Transportkisten sind häufig beschriftet, damit man weiß, wie man mit der Kiste bzw. dem Inhalt umgehen soll.
Auch meine Kisten sollen daher solche Symbole und Beschriftungen bekommen, um das Bild abzurunden.
Dazu habe ich zunächst die Symbole und Beschriftungen am Computer erstellt und spiegelverkehrt auf einem Laserdrucker ausgedruckt.




Danach habe ich die Ausdrucke auf den Seitenteilen mit Kreppband fixiert und dann gebügelt.
Da Toner beim Drucken und Kopieren mit Hitze fixiert wird, kann man den Vorgang auch rückgängig machen, also den Toner durch Hitze vom Papier wieder lösen.
Das Holz nimmt den Toner auf und nach dem Abkühlen ist dieser erneut auf dem Holz fixiert.
Durch die Holzstruktur kommt nicht überall Toner hin, so dass Symbole und Schrift alt wirken. (Je mehr Hitze und Druck ausgeübt wird, desto perfekter der Transfer.)

Insgesamt eine recht einfache Methode, um Holz zu bedrucken.




Danach habe ich noch die seitlichen Binder aufgeklebt.




...und wieder ein Schritt weiter!


Gruß
Joachim

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Wohnort: Wien

Beruf: Analytikexperte Pharma

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13

Sonntag, 13. Januar 2019, 19:46

Na das sieht aber schon sehr professionell aus, Hut ab!
Bin gespannt auf das fertige Teil.
Beste Grüße
Anton

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